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Billige Mietwagen Tunesien
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Autofahren macht Spaß in Tunesien. Die Hauptstraßen sind landesweit nahezu alle in einwandfreiem, meist sogar sehr gutem Zustand.

Mietwagen
Die drei großen internationalen Autoverleiher Avis, Europcar und Hertz sind in allen größeren Städten vertreten. Ein Polo etwa kostet alles inklusive (forfait) für drei Tage ab 220 €. Wesentlich günstiger - 50 Prozent und mehr - sind die nationalen und lokalen Kleinanbieter, deren Wagenpark schon wegen des geringen Umfanges stets sehr gut gewartet ist. Hier können Sie auch nach Herzenslust handeln. Denken Sie bei Vertragsabschluss bitte daran, dass die Verleiher für Abschleppdienst und bestimmte Schäden etwa an Reifen, Scheiben nicht haften. Getankt wird nur Super oder Super bleifrei. Das Tankstellennetz ist recht dicht. Bleifreies Benzin ist inzwischen fast im ganzen Land erhältlich. Die entsprechenden Tankstellen weisen mit einem grünen Schild (Sans plomb) darauf hin.

Busse
Das Netz der staatlichen Busgesellschaften (SNTRI = Société Nationale du Transport Interurbain) wurde in den letzten Jahren so gut ausgebaut, daß Reisen mit diesem Verkehrsmittel ein reines Vergnügen ist. Zwar ist Tunis nach wie vor zentraler Verkehrsknotenpunkt, aber immer mehr Busse verkehren direkt zwischen den größeren Städten. Die Busse sind meist neueren Datums, bequem und vollklimatisiert. Ansonsten hat man die Wahl zwischen dem einfachen und dem sogenannten Komfort-Bus (Car Comfort), den Sie in jedem Fall vorziehen sollten. Die Preise sind sehr niedrig: Die über 500 Kilometer lange Strecke Tunis - Nefta kostet 17 tD (= 13,50 €). Da es keine landesweiten Busfahrpläne gibt, müssen Sie die Abfahrtszeiten telefonisch oder direkt an der Station erfragen. Man spricht französisch und wird Ihnen mit der landesüblichen Freundlichkeit gern weiterhelfen.

Eisenbahn
Das Bahnnetz ist nicht sehr groß, alle Züge beginnen und enden in Tunis. Ausführliche Informationen erhält man nur bei den Bahnstationen direkt. Fahrkarten möglichst am Vortag, kaufen. Es gibt drei Klassen: Zweite, Erste und Comfort Class (CCI). Die meisten Waggons sind veraltet und sehr oft in einem beklagenswerten Zustand, aber mit der Class Comfortläßt sich bei 70 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit bequem durchs Land fahren. Für 120 Kilometer zahlen Sie etwa 5 €, die Wochenkarte kostet etwa 20 €. Keine Platzreservierung!

Inlandflugverkehr
Die tunesischen Flughäfen sind alle neueren Datums, genügen aber zum Teil schon nicht mehr den Anforderungen. Nach dem vor kurzem beendeten Ausbau des Flughafens von Tunis und dem Anschluß von Gafsa an den Inlandsflugverkehr wird noch im laufenden 9. Wirtschaftsplan mit dem Bau eines neuen Flughafens nördlich von Sousse (bei Hergla) begonnen. Mit dem derzeitigen Charterverkehr ist Monastir, Zielflughafen für das gesamte Gebiet von Mahdia bis Hammamet, inzwischen völlig überfordert. Von Tunis gibt es regelmäßige Verbindungen zu allen Flughäfen des Landes. Tickets für Inlandflüge kann man bereits in Deutschland kaufen.
Genaue Auskünfte erteilen alle Reisebüros. Die Flugpreise im Inland liegen weit unter den vergleichbaren deutschen. Das Ticket Tunis-Tozeur/Nefta kostet zum Beispiel nur etwa 40 EUR.

Taxis
sind vergleichsweise billig. In den größeren Städten haben sie alle ein Taxameter, auf dessen Einschaltung man drängen muß. Ansonsten sollten Sie vorher einen Preis aushandeln. Von 21 bis 5 Uhr wird ein Nachtzuschlag von 50 Prozent erhoben. Trotz der für uns recht ungewohnten Fahrweise sind Taxis ein sehr sicheres und empfehlenswertes Verkehrsmittel. Die Fahrer sprechen jedoch nicht immer französisch.

Louages
Mit diesem Lehnwort aus dem Französischen bezeichnet man Sammeltaxis, ein im ganzen Orient sehr beliebtes und auch sehr effizientes Transportmittel. Zusammen mit der Eisenbahn und den Bussen sorgen sie dafür, daß praktisch jeder Ort Tunesiens verkehrstechnisch erschlossen wird. Die Halteplätze befinden sich fast immer in unmittelbarer Nähe der Busstationen. Die Louages fahren in alle Himmelsrichtungen und teilweise sehr weite Strecken, 500 Kilometer und mehr. Sie dürfen nicht mehr als fünf Passagiere aufnehmen und fahren erst los, wenn alle Plätze besetzt sind. Der Preis liegt, wenn überhaupt, nur geringfügig über dem auf gleicher Strecke fahrender Busse. Man sitzt zwar einigermaßen bequem, sollte aber bei größeren Entfernungen den Bus vorziehen.

Bizerte Djerba Gabes Hammamet
Mahdia Monastir Nabeul Sfax
Sousse Tabarka Tozeur Tunis
Zarzis    
Sehenswertes
Tunis und der Golf von Tunis
Die Hauptstadt Tunis, die Ruinen von Karthago, das Dorf Sidi Bou Said über der Bucht und die feinen Sandstrände von La Marsa und Gammarth sind die Hauptattraktionen dieser Region. Tunis bietet mit seinem französischen Flair und seiner orientalischen Lebensart viele Gegensätze, die es für Touristen besonders reizvoll machen. Im alten Viertel sollte man sich die Ez-Zitouna-Moschee ansehen. Die Medina von Tunis ist die größte und besterhaltene in ganz Tunesien. Nach deren Besichtigung ist ein Bummel durch die Souks der Medina zu empfehlen. In der Neustadt bietet sich ein Besuch des Bardo-Museums an, das zu einem der bedeutendsten Museen in Nordafrika gehört. Sehenswert ist vor allem die römische Mosaikensammlung. Für die Besichtigung der Ruinen Karthagos sollte man mindestens einen Tag einplanen. Besonders interessant sind Tophet, die Punischen Häfen, die Antonius-Thermen, die römischen Villen, das römische Theater und das römische und frühchristliche Museum. In unmittelbarer Nachbarschaft Karthagos liegt das Bergdorf Sidi Bou Said, das zu einer der größten Touristenattraktionen Tunesiens gehört. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über den Golf von Tunis. An den Sandstränden von La Marsa und Gammarth kann man sich dann nach den Kulturausflügen erholen.
Cap Bon und Hammamet
Durch seine grüne Kulturlandschaft, die der Region den Beinamen "Tunesische Riviera" eingebracht hat, den Badeort Hammamet und die punischen Ausgrabungen von Kerkouane ist Cap Bon ein interessantes und vielfältiges Urlaubsgebiet im Norden Tunesiens. Eine gute touristische Infrastruktur zieht viele deutsche Urlauber gerade in diese Region. Kultur- und Badeurlaub sind möglich. Bei den Ausgrabungen von Kerkouane handelt es sich um Reste einer im sechsten Jahrhundert gegründeten Kleinstadt, die von einer zehn Meter hohen und über zwei Meter breiten Stadtmauer umgeben war. Im angeschlossenen Museum können Funde aus der punischen Nekropole besichtigt werden. Hammamet mit seinen Sandstränden und seinem Freizeitangebot ist zweifelsohne eines der Ferienzentren in Tunesien. Neben der am Meer gelegenen Medina mit ihren strahlend weißen Häusern und der angeschlossenen Kasbah sind die römische Pupput mit ihren Überresten römischer Besiedlung eine Besichtigung wert. Sportliebhaber kommen mit Surfen, Wasserski, Parasailing oder Segeln voll auf ihre Kosten.
Sahel-Region
Mit den Touristenzentren Sousse, Port El Kantaoui, Monastir und Mahdia ist die Sahel mit ihren kilometerlangen Sandstränden die bedeutendste Touristenattraktion Tunesiens. Die Region ist für Kulturinteressierte ein idealer Ausgangspunkt, hat die bewegte Geschichte in den Städten Kairouan, Sousse, Monastir, Mahdia und Sfax doch bedeutende Bauwerke hinterlassen. Sehenswert sind außer der Großen Moschee, die Ribat, die Medina und die Kasbah mit Museum in Sousse auch die Große Moschee, das Museum für Islamische Kunst sowie die Ribat von Monastir. Die Stadt Monastir ist eng mit dem langjährigen Staatspräsidenten Habib Bourguiba verbunden, der hier geboren wurde und der hier, im Bourguiba-Mausoleum, auch begraben wird. Ein Muss für archäologisch Interessierte ist El Jem, das drittgrößte Amphitheater der Welt. In der Arena des etwa 30.000 Zuschauer fassenden Theaters können noch die Käfige und Kerker besichtigt werden, in denen die Raubtiere und die Gladiatoren vor den Kämpfen warteten. Im angeschlossenen Museum sind neben Mosaiken auch römische Kleinfunde zu besichtigen.
Insel Djerba
Die Insel Djerba steht synonym für einen erholsamen Badeurlaub und zwar das ganze Jahr über. Neben dem beständigen Wetter mit 320 Sonnentagen im Jahr ziehen die langgezogenen Sandstrände (vor allem Sisi Mahres und Seguia) und das ausgezeichnete Sportangebot viele Sport- und Badefreunde an. Die Inselhauptstadt Houmt Souk ist um die Plätze Hedi Chaker, Farhat Hached und Bechir Seoud sehr touristisch. Entfernt man sich aber von den gängigen Routen zeigt sie ein ruhigeres, beschaulicheres Bild. Sehenswert sind die Zaouia Sidi Brahim El Djamni, die Jamaa El Ghorba (Fremdenmoschee) und die Jamaa Ettourk (Türkenmoschee). Im Musée des Arts et Traditions Populaires sind Hochzeitstrachten, alter Beduinenschmuck und alte Möbel zu besichtigen. Weitere Sehenswürdigkeiten auf der Insel sind der Leuchtturm Ras Taguerness (21 km von Houmt Souk entfernt) und das Töpferdorf Guellala. Die Insel Djerba eignet sich auch als Standort für Ausflüge auf das südtunesische Festland.
Südtunesien
Die bizarre, dünn besiedelte Landschaft Südtunesiens wird so häufig von Tagestouristen besucht, wie keine andere Region des Landes. Per Jeep wird der Süden besichtigt, wobei der Höhepunkt die Fahrt nach Ksar Ghilane am Rand der Sahara ist. Weitere Sehenswürdigkeiten des Südens sind Matmata, das Höhlendorf das als Filmkulisse für "Krieg der Sterne" diente und Tataouine, das montags und donnerstags einen interessanten Gewürzmarkt zu bieten hat.





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