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Deutschland hat in den letzten Jahrhunderten Geschichte gemacht, vielleicht mehr als jedes andere Land Europas.
Und zugleich hat die Geschichte tiefe Spuren hinterlassen: in Xanten am Limes, in der Kaiserstadt Goslar, in der Wartburg bei Eisenach, auf dem Hambacher Schloss, in der Leipziger Nikolaikirche. Eine der bedeutendsten Geschichtsspuren, die Teilung des Landes durch Nationalsozialismus, Krieg und Sozialismus, wurde erst vor zehn Jahren beseitigt. Nun sind viele Landschaften, die lange hinter dem Eisernen Vorhang verschlossen waren, zugänglich und machen den traditionellen Feriengebieten, den Küsten Schleswig-Holsteins und Niedersachsens, den Wäldern und Bergen der bayerischen Alpen und dem Schwarzwald und der Bodenseeregion, erfolgreich Konkurrenz. Millionen zieht es nun an die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns mit den Inseln Rügen und Usedom, viele erkunden die dünn besiedelte Mecklenburgische Seenplatte oder die Sächsische Schweiz mit ihren bizarren Felsnadeln. Deutschland ist größer und vielfältiger geworden, aber auch schwieriger: Das Zusammenwachsen der beiden fast ein halbes Jahrhundert getrennten Teile wird das Land noch Jahre beschäftigen. |
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