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Sehenswürdigkeiten-Tour in Chile
Santiago und Zentralchile
Zwischen Anden und Meer liegt auf einer 500 Meter hohen weitläufigen Plateaufläche die Hauptstadt Chiles, Santiago. Die Ebene ist heute von Weizen-, Wein- und Obstkulturen überzogen. Im Osten der Zentralebene erheben sich die bis zu 7.000 Meter hohen Anden. Zahlreiche Quertäler erlauben den Einstieg in die Vorkordilleren. Valparaíso, Viña del Mar und Santiago, in denen über die Hälfte der Chilenen leben, üben auch heute noch eine enorme Anziehungskraft auf Zuwanderer aus. Besonders sehenswert in dem europäisch wirkenden Zentrum von Santiago sind die Fußgängermeile Paseo Ahumada, der Zentralmarkt (Mercado Central) sowie der Hauptplatz Plaza de las Armas. Zu den schönsten Ausflugszielen gehören die östlich gelegenen Weingärten der Maipo-Ebene sowie die heißen Quellen im Tal des Rio Maipo, aus denen bis zu 60 Grad heißes Wasser dringt. Im Umkreis von 50 Kilometern liegen fünf Skigebiete, wovon der Farellones am bekanntesten ist. Haupt-Skisaison ist von Juni bis September.
Der Norden
Im Norden Chiles, von den Höhen des Altiplanos bis zum Pazifik, erstreckt sich die Atacama-Wüste. Den Besucher erwarten dort die beeindruckenden Salzseen, Geysire und Vulkane der Anden. Lamas, Vucuñas, Flamingos und Alpacas sind zu beobachten. Die Museen geben einen Einblick in 10.000 Jahre Geschichte, und das Meer sowie die Strände laden zu Erholung und Vergnügen ein. Die Wüstenebene Altiplano, in 4.000 Meter Höhe in der Andenkette, bietet interessante Sehenswürdigkeiten. Besucher sollten es nicht versäumen, das Naturdenkmal Parque Nacional Lauca mit seiner einmaligen Landschaft mit Vulkanen, Lagunen, Salzseen, Ortschaften der Ureinwohner und seiner üppigen Tierwelt zu besuchen. In kleinen Ortschaften wie Parinacota, Saspana und Isluga werden alte Traditionen bewahrt. Die Stadt Calama, 214 Kilometer von Antofagasta entfernt, verfügt über gute Hotels und ist Ausgangspunkt für den Besuch der Geysire von El Tatio, die ihre Fontänen über zehn Meter in die Luft speien. Von Calama aus kann man auch einen Ausflug in die größte Tagebau-Erzmine der Welt unternehmen. In der Nähe der Ortschaft Chiu-Chiu befindet sich die Chiu-Chiu-Lagune, die mit ihrer Tiefe von 150 Metern eine außerordentliche Naturerscheinung in der Wüste darstellt. Von den zwölf Salzseen im Norden ist der Atacama-Salzsee der größte. Im Azapa-Tal, zwölf Kilometer von Arica entfernt, können im Museum San Miguel de Azapa die ältesten in der Welt gefundenen Mumien besichtigt werden. Sie stammen aus dem Jahr 8.000 v. Chr. In San Pedro de Atacama, rund 100 Kilometer von der Stadt Calama entfernt, ist das international bekannte Museum der Ataqcameña-Kultur zu finden, das mehr als 300.000 Funde aus der Region darunter Töpfereien, Gewebe und Mumien, ausstellt. Die wichtigsten Küstenstädte des Nordens sind Arica, Iquique und Antofagasta. Sie verfügen über Flughäfen mit Inlandsverbindungen. Hier bieten sich in den Hotels, Motels und Gasthäusern, die meist am Meer gelegen sind, gute Gelegenheiten zum Erholen und Entspannen.
Los Lagos
Das südliche Seengebiet Los Lagos zwischen den Städten Temuco und Puerto Montt ist ein Paradies für Naturliebhaber. Los Lagos ist mit seiner Kombination aus Seen und Vulkanen, ein Gebiet, das auch von den Chilenen als Ausflugsziel geschätzt wird. Hier kann man am Vulkanstrand liegen, ein Thermalbad nehmen und die Landesküche mit frischem Lachs genießen. Östlich des Gebietes am Río Rahue liegt das von Deutschen besiedelte Agrarzentrum Osorno. Das doppelt so große Temuco wirkt wie eine Wildweststadt. Die Geschäftigkeit der Stadt zeigt sich am deutlichsten auf der Feria Libre, dem Markt, wo die Bauern ihre Felderträge zum Kauf anbieten, oder im Kunstgewerbezentrum des Mercado Municipal. Hier und in den umliegenden 3.000 Reservaten überlebten die Mapuche-Indianer, die besonders während der Pinochet-Diktatur grausam unterdrückt wurden. Sie wurden von den Spaniern Araukaner genannt, weil sie sich vorwiegend von den Nüssen der Araukarienzapfen ernährten. Die großen Waldgebiete werden heute in den Nationalparks Nahuelbuta und Conguillío geschützt. Die an der Reloncaví-Bucht gelegene Stadt Puerto Montt ist eine Mischung aus Kolonialrelikten, Holzchalets und Betonbauten. Die breite Uferpromenade führt zu einer Reihe von Läden, die kunsthandwerkliche Gegenstände anbieten. Hier liegt auch der Fischerhafen von Angelmó mit seinem Angebot an Meeresfrüchten, die man in den Lokalen auch gleich probieren kann. Eine halbstündige Fahrt mit der Fähre führt zur Insel Chiloé mit ihren Pfahlbauten, Holzkirchen, Fischerhäfen, Fjorden und schönen Stränden.
Osterinsel
Die Osterinsel (spanisch Isla de Pascua, polynesisch Rapa Nui) ist der isolierteste Fleck der Welt; nirgends gibt es einen Ort, der weiter von einer anderen menschlichen Ansiedlung entfernt liegt.
So war es auch reiner Zufall, dass der holländische Kapitän M. Roggeveen am Ostersonntag des Jahres 1722 auf die südpazifische Insel stieß. Dieses Datum gab der Insel ihren Namen.
Die polynesischen Ureinwohner erreichten um das Jahr 400 die vulkanische Insel. Sie errichteten Kultanlagen, schufen Felszeichnungen und eine eigene Bilderschrift, die bis heute nicht entziffert werden konnte.
Am bekanntesten dürften die kolossalen Steinfiguren sein (die Größte misst etwas über 20 m), die wahrscheinlich Häuptlinge oder Götter darstellten. Die sogenannten Moai fallen durch ihre markanten Köpfe mit den großen Ohren und Nasen auf. Die meisten sind aus Tuff gearbeitet, ein Gestein, das sehr witterungsanfällig ist, so dass man heute bemüht ist, passende Konservierungsmethoden zu finden, um die Moai vor der Zerstörung zu retten.
Der Rapa-Nui-Nationalpark wurde 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Antofagasta Arica Calama Concepcion
Copiapo Coyhaique El Salvador Iquique
La Serena Pucon Puerto Montt Punta Arenas
Santiago De Chile Temuco Valdivia Vina Del Mar

Chile: Einreise und Fakten

Die nachstehenden Informationen zur Einreise sind gültig für Einzelreisende, die sich ihr Visum in Eigenregie organisieren möchten.

Einreise für Deutsche
Visumfrei für 90 Tage. Notwendig sind ein 6 Monate gültiger Reisepass, Rückreisetickets und ausreichende Geldmittel.

Einreise für Österreicher
Visumfrei für 90 Tage. Notwendig sind ein 6 Monate gültiger Reisepass, Rückreisetickets und ausreichende Geldmittel.

Einreise für Schweizer
Visumfrei für 90 Tage. Notwendig sind ein 6 Monate gültiger Reisepass, Rückreisetickets und ausreichende Geldmittel.

Landesdaten


Lage
Die Republik Chile grenzt im Norden an Peru, im Osten an Bolivien und Argentinien, im Süden und Westen an den Stillen Ozean. Chile liegt zwischen dem 17. und 56. Grad südlicher Breite und dem 67. und 76. Grad westlicher Länge. Die Küstenlinie ist rund 4.200 km lang, das Land ist durchschnittlich 177 km breit.
Die östlichen Kordilleren/Anden erreichen Höhen bis zu über 6.000 m, die Küstenkordilleren bis zu 2.000 m, das zwischen ihnen liegende Längstal von Santiago bis Puerto Montt hat die günstigsten Lebensbedingungen.
Zu Chile gehören auch die Osterinsel, die sich fast 3.800 km westlich der chilenischen Küste im Pazifischen Ozean befindet, sowie die ebenfalls im Stillen Ozean liegenden Juan-Fernández-Inseln, Islas Desaventuradas und Sala y Goméz.
Fläche: 756.096 km²; die Inseln (in obiger Reihenfolge) 162,5 km², 185 km², 3,33 km², 0,12 km².
Verwaltungsstruktur: 13 Regionen und 50 Provinzen.


Einwohner
Bevölkerung: ca. 16,1 Millionen
Städte: Santiago de Chile (Hauptstadt) ca. 6,4 Millionen, Puente Alto ca. 494.300, Maipú ca. 463.500, La Florida ca. 365.400, Viña del Mar ca. 331.200, Valparaíso ca. 296.000, Antofagasta ca. 270.300.


Sprache
Die Landessprache ist Spanisch. Im Geschäftsverkehr wird auch Englisch gesprochen, jedoch sind Grundkenntnisse der spanischen Sprache im Allgemeinen eine große Hilfe. Die Bewohner der Osterinsel sprechen neben Spanisch auch Rapa Nui.


Zeitverschiebung
Im Zeitraum vom zweiten Samstag im Oktober bis Ende März: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -4 Stunden;
im Zeitraum vom zweiten Samstag im April bis Ende September: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -6 Stunden (bedingt u.a. durch die europäische Sommerzeit);
in dem dazwischenliegenden Zeitraum: MEZ -5 Stunden.
Die Osterinsel hat zum chilenischen Festland einen Zeitabstand von -2 Stunden.

Stromspannung
220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.
Die flachen Eurostecker passen in die meisten Steckdosen. Da in Chile jedoch auch der Steckertyp L mit dickeren Kontaktstiften verwendet wird, ist die Mitnahme eines Adapters zu empfehlen.

Telefon/Post


Post
Luftpost nach Europa ist in der Regel eine Woche unterwegs.


Telefon
Die Ländervorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Chile ist 0056, von Chile nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Von Telefonämtern und öffentlichen Telefonzellen (mit Münz- und Kartenbetrieb) können internationale Gespräche geführt werden. Telefonkarten sind an Kiosken erhältlich. Verschiedene Telefongesellschaften bieten einen Faxservice an.
NOTRUFNUMMERN: Polizei (carabineros) 133, Unfallrettung 131, Feuerwehr 132.


Mobilfunk
Netztechnik: GSM 1900.
Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Chile von T-Mobile, E-Plus, O2 und Vodafone.
GSM 1900-fähig sind Triband- oder Quadband-Handys.


Internet
Länderkürzel: .cl

Feiertage
1. Januar (Neujahr), Karfreitag, 1. Mai (Tag der Arbeit), 21. Mai (Tag der Marine), Fronleichnam, 29. Juni (Peter und Paul), 15. August (Mariä Himmelfahrt), 18. September (Nationalfeiertag), 19. September (Tag der Streitkräfte), 12. Oktober (Ibero-Amerika-Tag), 1. November (Allerheiligen), 8. Dezember (Mariä Empfängnis), 25. Dezember (Weihnachten).
Feiertage werden gelegentlich auf den vorhergehenden Montag vorverlegt.
Die Hauptferienzeit geht von etwa Weihnachten bis Anfang März.

Öffnungszeiten
Banken: Mo bis Fr 9-14 Uhr;
Geschäfte und Kaufhäuser: Mo bis Sa, oft auch So, 10-20 Uhr, Supermärkte und Shoppingcenter oft bis 22/23 Uhr;
Büros: Mo bis Fr 9-17 Uhr.

Kleidung
Da das Wetter innerhalb Chiles sehr unterschiedlich ist, sollte die Kleidung je nach Reiseziel gewählt werden. In Nord- und Zentralchile braucht man hauptsächlich leichte Sommer- bzw. Übergangskleidung. Wenn man den Süden und die Hochlagen Chiles bereist, sollte man außerdem unbedingt warme Kleidung mitnehmen. Sogenannte Freizeitkleidung ist in den Städten nicht üblich. In der Winter- und auch noch in der Frühlingszeit (Juni bis Oktober) kühlen die Nächte empfindlich ab (bis auf -5°C).
Für einen Besuch der Osterinsel sollte man das ganze Jahr über sowohl unempfindliche Sommerkleidung und Sonnenbrille als auch wärmere Kleidungsstücke sowie eine Regenjacke mitnehmen.





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