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Mietwagen Santorini

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Anmietland:Griechenland
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Mietwagen Santorin


Wer nur wenige Tage auf der Insel verbringt oder bei der Tagesplanung einfach flexibel bleiben möchte, für den ist ein Mietwagen sicher interessant. Die Straßen auf Santorin sind im Großen und Ganzen gut in Schuss; teilweise ist man aber - wie z. B. in Voúrvoulos oder von Kamári hinauf zur Ausgrabungsstätte Alt Thera - auf sehr engen und steilen Serpentinen unterwegs, was bei einem voll besetzten keinen Ferienwagen schon wegen der schwachen Motorisierung schweißtreibend werden kann.
Nerven kostet bisweilen auch der griechische Fahrstil, der oft, wie auch anderswo im Süden, von unerfindlicher Eile und einer Mischung aus Waghalsigkeit und Rücksichtslosigkeit geprägt ist - trotz oder gerade wegen der vielen unübersichtlichen Straßenabschnitte und auch gegenüber Fußgängern. Die hohe Unfallrate speziell auf Santorin spricht Bände. Laut Gesetz gelten 50 km/h innerhalb von Ortschaften, 80 km/h außerhalb der Städte.
Für eine Anmietung erforderlich ist der Führerschein und in den allermeisten Fällen auch eine Kreditkarte, von der als Mietsicherheit und Kaution für eventuelle Sachschäden ein Beleg gezogen wird. Und hier beginnt die Crux mit dem Haftungsausschluss, der oft mit einer unverhältnismäßig hohen Selbstbeteiligung belegt ist. Ratsam ist daher die Reservierung eines Wagens über einen internationalen Autovermieter schon von Deutschland aus. Meistens sind diese Tarife auch günstiger; im Sommer 2003 galt die Agentur Holiday-Autos im Mittelmeerraum als besonders preiswert, zumal die Tarife jegliche Selbstbeteiligung ausschlossen.

Diesen Ausflug kann man sowohl von Oía als auch von Firá aus mit einem Mietwagn unternehmen

Ein Tipp vorweg: Achten Sie auf die Boote - ihre Bequemlichkeit ist, besonders im Hinblick auf schattige Sitzgelegenheiten, doch recht unterschiedlich. Es versteht sich von selbst, dass man speziell auf dem Wasser für ausreichenden Sonnenschutz sorgen sollte; auch feste Schuhe und ein ordentlicher Trinkvorrat sind unerlässlich, da üblicherweise - insbesondere auf Néa Kaméni - ein etwas längerer Aufstieg zum schwefelumdampften Krater eingeplant ist. Besucher, die in den heißen Quellen untertauchen möchten, benötigen außerdem entsprechende Badesachen.

Oía/Firá › Néa Kameni
In der Regel steuern die Schiffe zunächst das erst vor rund 300 Jahren entstandene Vulkanarchipel Néa Kaméni an. In der grün schimmernden Petroúliou-Bucht wird meistens für eine Stunde festgemacht. Das ist leider reichlich knapp bemessen, denn der Aufstieg bis zum Geórgios-Krater ist auch bei zügiger Gangart in der prallen Sonne nicht schneller als in 20 Min. zu schaffen. Zwar hat sich hier schon mancher Wanderer mit einem Graffiti verewigt - trotzdem ist der Marsch inmitten von Lavabrocken ein bizarres Naturerlebnis, das sich bei aller Schweißtreiberei doch lohnt. 128 m Höhenunterschied sind zu bewältigen, und ganz oben sind die etwa 100 Grad heißen Dampfschwaden aus Schwefel und Stickstoff nicht nur deutlich zu sehen, sondern auch unüberriechbar. Man kommt sich vor wie auf einem fremden Planeten - zu lebensfeindlich zeigt sich die "Spätgeborene".

Néa Kaméni › Paléa Kaméni
Paléa Kaméni, die ältere der beiden Kaméni-Inseln, deren Entstehung man etwa 200 Jahre vor Christi Geburt vermutet, ist mit dem Ausflugsschiff nach weiteren gut 20 Min. erreicht. Anlegen können die Boote hier allerdings nirgendwo - was aber nicht weiter stört, denn die große Attraktion sind ohnehin die 30-40 Grad warmen Quellen im Meer. Boot für Boot steigen die Touristen also direkt von Bord aus in das meistens grün schimmernde (und Textilien färbende!), ebenfalls etwas nach Schwefel riechende Wasser. Zuweilen wird den "Hot Springs" (vor allem von den Reiseveranstaltern) eine therapeutische Wirkung bei rheumatischen Leiden nachgesagt. Doch für den Nachweis ist der einmalige Aufenthalt von rund einer halben Stunde wohl etwas zu knapp bemessen.

Paléa Kaméni › Thirassía
Als letzte Station wird nach weiteren rund 30 Min. Fahrt Thirassía angelaufen, besser gesagt, der kleine Hafen Córfos unterhalb des Hauptortes Manolás. Während des meist zweistündigen Aufenthaltes auf der Insel hätte man theoretisch die Zeit, sich in knapp 30 Min. die Serpentinentreppe in den Ort hinauf zu mühen, um dort einzukehren oder einen Spaziergang zu unternehmen. Viel angenehmer ist aber der Verbleib in der stillen Bucht, zumal die ansässigen Tavernen allesamt gutes Essen zu vernünftigen Preisen im Angebot haben und das Bilderbuchklischee vom griechischen Einödhafen hier so richtig zelebriert werden kann.


nullEinkehrmöglichkeiten: direkt am Hafen in Córfos auf Thirassía
Dauer: Halbtagesausflug, buchbar in jedem Reisebüro der Insel.null

Kamári › Méssa Goniá
Am Ortsausgang von Kamári folgt man zunächst der Wegweisung nach Firá. Recht bald zweigt die Hauptstraße rechts ab, dann geht es geradeaus in die kleine Allee, die nach Méssa Goniá führt. Bereits hier ist die byzantinische Kirche Panagía Episkopí aus dem 12. Jh. ausgeschildert, die zu den ältesten und sehenswertesten Gotteshäusern der Insel zählt. Folgt man der Wegweisung und der zwischenzeitlich asphaltierten Straße in südlicher Richtung, erreicht man schließlich durch ein schmiedeeisernes Tor den Eingang auf der rechten Seite. Nach der Besichtigung führt die Tour weiter in das Dorf hinein. Die hier ansässige Weinkellerei Cánava Roússos ist auf der ganzen Insel bekannt, und wer sich ein wenig Zeit nehmen mag, kann hier natürlich nicht nur die Räumlichkeiten besichtigen, sondern auch Weine verkosten.

Méssa Goniá › Pyrgos
Zurück auf der Hauptstraße, führt uns die nächste Abzweigung zum Nachbardorf Éxo Goniá. Auch dieses Kleinod liegt eingebettet in eine sanfte Landschaft aus Weinfeldern. Einen Besuch lohnt hier die auffallende, einer Moschee nicht unähnliche Kathedrale Ágios Charálambos, die wegen ihrer atypischen roten Ziegelpfannen schon von weitem auffällt. Folgt man anschließend wieder der Hauptstraße, gelangt man nach etwa 1km an eine Kreuzung, die links nach Pyrgos führt.

Pyrgos › Emborió
Pyrgos mit seinem romantischen Gassenlabyrinth und dem mittelalterlichen Kastell verspricht einen ruhigen Aufenthalt; am Marktplatz kann man natürlich auch etwas essen.
Das Ziel unserer Wanderung, Emborió, ist von hier aus nun leicht zu erreichen. Zunächst führt der Weg über die asphaltierte Straße zum Kloster Profítis Ilías. Von dort gelangt man über einen Dreschplatz zu einer neuen Kirche. Der Eselspfad Richtung Süden ist gut erkennbar, er führt über Terrassenfelder immer geradeaus ins schon sichtbare Emborió. Nach einem Bummel durch den reizvollen und noch kaum vom Tourismus entdeckten mittelalterlichen Dorfkern könnte man mit dem Bus weiter nach Períssa fahren und von dort aus schließlich das Badeboot zurück nach Kamári nehmen. Als Alternative bietet sich ein Taxi an.

Eine Wanderung, so recht was fürs Auge. Fotoapparat nicht vergessen und möglichst früh aufbrechen! Einkehrmöglichkeiten: in allen Dörfern auf der Strecke.
Dauer: ca. 4-5 Std.; Länge: 10 km; Schwierigkeitsgrad: leichtnull

Hier eine zufällige Auswahl weiterer Ziele:

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