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Mietwagen Gera

Gera ist eine Stadt in Mitteldeutschland (Deutschland). Sie ist nach der Landeshauptstadt Erfurt die zweitgrößte Stadt sowie eines der drei Oberzentren des Freistaates Thüringen und hat den Status einer Kreisfreien Stadt. Nächstgrößere Städte sind Chemnitz (ca. 58 km östlich), Leipzig (ca. 60 km nordöstlich), Halle (Saale) (ca. 70 km nördlich) und Erfurt (ca. 74 km westlich von Gera). Gera Mietwagen

Geographische Lage
Gera liegt im östlichsten Zipfel des Freistaates Thüringen, nahe den Grenzen zu Sachsen-Anhalt und Sachsen im Tal des Flusses Weiße Elster. An der südlichen Stadtgrenze (bei Wünschendorf) tritt diese aus ihrem engen Tal am östlichen Rand des Thüringer Schiefergebirges heraus und fließt in eine breite Tallandschaft, in der sich die Stadt Gera ausbreitet. Während der Westrand des Tales relativ steil abfällt, steigt der Ostrand allmählich an. Zudem werden die Randgebiete der Stadt im Westen sowie im Südosten des Stadtgebietes durch die Täler zahlreicher kleinerer Nebengewässer der Weißen Elster wie dem Gessenbach eingeschnitten.

Gera liegt auf einer Höhe zwischen 180 m ü. NN (Bett der Weißen Elster) und 354 m (bei Gera-Falka im äußersten Südosten). Als Höhe Geras wird meist 205 m über NN angegeben, die Höhe des Marktplatzes. Gera hat mit dem Geraer Stadtwald im Westen des Stadtgebietes die größte zusammenhängende Waldfläche aller Thüringer Städte. Ein weiteres großes Waldgebiet - ein Ausläufer des Zeitzer Forstes - befindet sich im äußersten Nordwesten der Stadt.

Geschichte
Der Name Gera bezeichnete ursprünglich diesen Abschnitt des Elstertals und entstand vermutlich schon vor der Völkerwanderungszeit und wurde von den seit dem 8. Jahrhundert ansässigen Slawen übernommen. Im Jahre 995 wurde der Name Gera in einer Grenzbeschreibung erstmals erwähnt. 999 kam die provincia Gera in den Besitz des Stiftes Quedlinburg, dessen Äbtissin 1209 die Vögte von Weida als Verwalter des Gebietes einsetzte. Aus diesen entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte durch zahlreiche Erbteilungen das Fürstenhaus Reuß. Nachdem im Zentrum des Gebietes Gera im 12. Jahrhundert eine Siedlung gleichen Namens entstanden war, erlangte diese im frühen 13. Jahrhundert (vor 1237) das Stadtrecht. Anfangs entwickelte sich die Stadt nur langsam. 1450 wurde sie im Sächsischen Bruderkrieg fast völlig zerstört.

Seit 1564 war Gera Residenzstadt der Linie der jüngeren Reuß. Diese Zeit bedeutete eine Blüte für Gera, in dem die Textilindustrie seit dem 15. Jahrhundert an Bedeutung gewonnen hatte. Unter dem Landesherrn Heinrich Posthumus Reuß nahm die Bedeutung der Stadt weiter zu. 1686 und 1780 wurde die Stadt durch Brände weitestgehend zerstört. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Gera zu einem Industriezentrum. Die Geraer Straßenbahn nahm schon 1892 ihren Betrieb auf. Im Jahr 1882 gründete Oscar Tietz mit dem Geld seines reichen Onkels Hermann den Laden, aus dem sich im Laufe der Jahre eine der erfolgreichsten Kaufhausketten entwickeln sollte - Hertie.

Nach der Abdankung des letzten Fürsten in der Novemberrevolution kam Gera 1920 zum Land Thüringen und bildete dessen größte Stadt. Während des Zweiten Weltkriegs zerstörte am 6. April 1945 ein schwerer Luftangriff große Teile der Stadt. Nach Kriegsende wurde es wie das übrige Thüringen zunächst US-amerikanisch, dann aber sowjetisch besetzt und war daher ab 1949 Bestandteil der DDR. 1952 wurde es Bezirksstadt. In der DDR-Zeit wurde es durch den Uranerzbergbau in Ronneburg zur Großstadt und erreichte 1989 fast 140.000 Einwohner. Nach der Wende sank die Einwohnerzahl rapide und beträgt jetzt nur noch knapp über 100.000.

Verkehr
Durch das nördliche Stadtgebiet führt in West-Ost-Richtung die Bundesautobahn A 4 Erfurt-Dresden mit den Anschlussstellen Gera und Gera-Leumnitz. Die dazwischen liegende Anschlussstelle Gera-Bieblach ist im Bau. Ferner führen die Bundesstraßen B 2, B 7 und B 92 durch Gera. Vor der Kommunalwahl 2004 wurde der Bau einer östlichen Umfahrung der Stadt beschlossen, die im Norden der Stadt beim Stadtteil Cretzschwitz von der B2 abzweigen soll, dann die A4 bei einer neuen Anschlussstelle Gera-Bieblach queren und schließlich beim Stadtteil Leumnitz in die Südosttangente münden soll. Weitere Straßenneubauten werden in Zusammenhang mit der Bundesgartenschau 2007 im Stadtzentrum vorgenommen. Die Länge des Straßennetzes in Gera beträgt 507 km. Derzeit sind ca. 56.000 Kraftfahrzeuge in Gera zugelassen.


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