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Die Luxuslage zwischen Steilküste und vulkanischen Inselketten ist nur einer der Gründe, weshalb der Ort zur Inselmetropole wurde und als das älteste Ferienziel der Europäer gilt. Wie in einem Amphitheater steigt Funchal sanft an den grünen Hängen ringsherum hoch und bietet den Finanzkräftigen die schönsten Logenplätze. Ein weiteres Plus ist, daß die Stadt auf der sonnensicheren Seite der Insel liegt. Mittlerweile ist sie mit ihren 120 000 Einwohnern allerdings weit über sich hinausgewachsen.

Touristisches Vollblut
Funchal hat sich zu einer Ferienstadt par excellence entwickelt. In keiner anderen Inselregion konzentrieren sich Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurants, Bars, Geschäfte - und eben deshalb auch Touristen - wie hier. Alle Wege führen nach Funchal. Wie an einer Perlenkette reihen sich die großen Hotels am Kliffrand über mehrere Kilometer an der Avenida do Infante und der Estrada Monumental entlang. Die einen stillen ihre Sehnsüchte nach paradiesischem Leben in einem Zimmer mit Aussicht auf den kristallin glitzernden Atlantik, genießen es, in Funchals luxuriösen Hotels die Beine hochzulegen, und finden sich zwischen Palmen und Parks im Einklang mit der Natur. Die anderen raufen sich im Verkehrsstau die Haare, wettern gegen die Gigantomanie der Hoteliers, steigende Preise, Flughafenausbau und landfressende Autobahnen ...
Mehr als jeder andere Wirtschaftszweig hat der Tourismus den Funchalesern Wohlstand gebracht, ihnen aber auch dessen Schattenseiten beschert. Jährlich reisen rund 600 000 Touristen an, zwei Drittel davon mit Ziel Funchal. Hinzu kommen die Hundertschaften der Kreuzfahrtschiffe, die auf ihrem Weg von Europa nach Amerika und Afrika zum Landgang, Fotografieren und Shoppen in der Hauptstadt der "Blume des Atlantik" vor Anker gehen. Funchal zur Hauptsaison, das ist wie Wallfahrt in Lourdes oder Fátima im Oktober. Ruhe und Rummel liegen dicht beieinander.
Blütenmäßig erfüllen sich in Funchal alle Träume. Je nach Jahreszeit sorgen blühender Hibiskus, leuchtender Oleander, flammendrote Kamelienbäume, schneeweißer Jasmin und die elfenbeinfarbene Blüte des Frangipani für die Dekoration der Inselhauptstadt. Violette Jacarandas leuchten in der Avenida M. Arriaga, der städtischen Hauptschlagader. Die wildrankende Bougainvillea wird sogar genutzt, um alte Sünden, wie das triste Betonkorsett für die drei Flüsse im Zentrum, zu verdecken. Erst kürzlich wurde das Blütendach abgenommen, so daß der Schaden nun bloßliegt.
Touristengerecht drängen sich die meisten Sehenswürdigkeiten auf engem Raum um die Praça do Município im Zentrum herum. Der Kulturtourist macht sich auf historischem Kieselsteinpflaster auf die Spuren der 500jährigen Geschichte und staunt über die Überbleibsel aus der manuelinischen Ära. Von dem Straßenbelag - feinster, vom Meer rund gewaschener Lavastein - sagte Kaiserin Sisi übrigens damals schon, daß er zum Flanieren gänzlich ungeeignet sei. Recht hatte sie - hier verdirbt man sich garantiert jeden Stökkelschuh!

Süße Vergangenheit
Funchals Geschichte ist eine Zuckergeschichte. Die ersten Ankömmlinge fanden zwar wildwachsenden Fenchel, funcho, in rauhen Mengen vor, weshalb sie den Ort nach ihm benannten. Aber er wurde schon bald abgefackelt, weil er dem Zuckerrohr Platz machen sollte. Denn Zucker wurde zum Erfolgsrezept: Als sich im 15. Jahrhundert herumgesprochen hatte, daß mit den kleinen Kristallen schnelles Geld zu machen war, stieg Funchal zum wichtigsten europäischen Handelsplatz für Zucker auf. Im Eiltempo verwandelte sie sich in eine kosmopolitische Stadt. Händler drängelten sich in den Straßen, Handelsflotten aus Flandern, Italien und England ankerten im Hafen. Schwer beladen verließen die Zuckergaleonen Funchal. Immer mehr poios, Terrassenfelder, wurden angelegt, Zuckermühlen gebaut. Schwarze Sklaven erledigten die Knochenarbeit auf den Plantagen.
Das Funchaler Wappen mit den fünf Zuckerhüten spricht noch heute Bände über die Bedeutung und Hoffnungen, die mit dem süßen Stoff verbunden waren. Straßennamen wie Rua das Pretas (Straße der "Negerinnen"), Rua dos Mercadores (Straße der Händler) oder Rua dos Caixeiros (Straße der Zuckerkistenmacher) in der Altstadt spiegeln die Geschichte wider.
Mitte des 16. Jahrhunderts war Funchal aus den Kinderschuhen herausgewachsen und bot für damalige Normen großstadtartige Verhältnisse. Doch Aufstieg und Fall liegen eng beieinander. Mit dem gewachsenen Reichtum standen bald auch Piraten vor der Tür, deren Angriffen die Stadt auf Dauer kaum standhalten konnte. Der schwerste Piratenangriff von 1566, etwa zeitgleich mit der aufkommenden Konkurrenz des Antillen-Zuckers, beendete Funchals Blütezeit vorerst.
Zwei Jahrhunderte später waren es die süßen Trauben, die Funchal zum neuen Boom verhalfen. Die bereits ansässigen englischen Kaufleute sattelten um, schufen sich ein Export-Imperium aus Reben, mit eigener Schiffsagentur, versteht sich. In Funchal lagerten sie den kostbaren Saft, hier hatten die Weinhändler ihren Sitz. "Cossart Gordon" etwa wurde 1745 gegründet, "Leacock's" 1760, "Blandy's" 1811 und "Miles" 1878. Bis heute wird Madeira für sein hochprozentiges Kapital weltweit geschätzt - und niemand fährt nach Hause, ohne zumindest ein Gläschen vom reichhaltigen Weinangebot verkostet zu haben.Sehnen Sie sich nach ein paar

Tagen Erholung, an denen Sie es sich mal so richtig verwöhnen lassen möchten? Dann fliegen Sie nach Madeira!

Funchal ist ein Reiseziel, das höchsten Ansprüchen gerecht wird und Qualität mit einem fantastischen Naturerlebnis verbindet.
Auf dieser Insel werden Sie von allen und allem auf höchstem Niveau empfangen: First Class Hotels und ein außergewöhnlicher Service. Massagen und moderne Wellnesstherapien können Sie nicht in Versuchung führen? Warum eigentlich nicht? Gönnen Sie sich selbst doch dieses Geschenk in einem der Spas auf Funchal. Hier verdient sogar das Klima "Fünf Sterne".

Eine tropische Insel mitten in Europa mit einer üppigen und immer wieder überraschenden Natur. So üppig, dass der Lorbeerwald im Naturpark Madeira als das größte immergrüne Waldgebiet der Welt zum Weltnaturerbe erklärt wurde. So überraschend, dass die exotischen Blumen und Früchte miteinander wetteifern, was Vielfalt und Farben angeht. Und das tiefblaue Meer ist immer in Sichtweite, wo auch immer Sie sich befinden. Deshalb ist Madeira etwas für Romantiker. Grün und Blumen überall...
Glauben Sie wirklich, Sie könnten mitten in einer Quinta, umgeben von Gärten, den romantischen Reizen widerstehen? Begeistern Sie die Natur in vollendeter Harmonie, das tiefblaue Meer? Dann seien Sie doch einmal Narzisst. Verlieben Sie sich. In die Insel, in sich selbst!

Direcção Regional do Turismo da Madeira
Avenida Arriaga, 18
9004-519 Funchal
Tel. +351 291 211 900 * Fax +351 291 232 151
info@madeiratourism.org
http://www.madeiraislands.travel

Mietwagen
In Funchal und in den touristischen Zentren der Insel haben alle Rent-a-Car-Firmen eine Vertretung, neben den bekannten internationalen auch einige - oft günstigere - lokale Autovermieter. Voraussetzungen sind das Mindestalter von 21 Jahren, ein gültiger Personalausweis und ein Führerschein. Die Mietpreise verstehen sich plus zwölf Prozent Steuern.
Madeira ist eine gebirgige Insel mit vielen extrem kurvigen Straßen und Steigungen. In den letzten Jahren wurden neue Schnellstraßen (Via Rápidas) gebaut, um die Verbindungen zwischen den Orten zu verbessern und gewisse Regionen vom Verkehr zu entlasten, und es wird weiter gebaut. Neue Verbindungen von Funchal nach Sao Vincente und Porto Moniz, die direkt durch das Felsmassiv der Insel führt, und die von Machico nach Porto Cruz sind abgeschlossen.
Auf vielen Strecken muss man sich auf unbefestigte Seitenränder, sehr enge, unübersichtliche Passagen sowie teilweise ausgefahrenen Asphalt einstellen. In den Bergen sind die Serpentinen meistens gegen steile Abhänge gesichert, aber nicht immer. Achten Sie am Wegesrand auf die Levadas, die kleinen, wasserführenden Kanäle, in die man besser nicht hineinfahren sollte.
Bei einer Inselrundfahrt werden zahlreiche teilweise sehr enge Tunnel durchfahren, die, wenn auch nur sehr schwach, meistens beleuchtet sind. Bedenken Sie, dass nicht alle Autofahrer im Tunnel automatisch das Licht einschalten! Auch Fußgänger können plötzlich im Dunkeln auftauchen. Für gewöhnlich, zumal mit einem Lkw vor der Nase, kommt man auf den Straßen der Insel nur im Schneckentempo voran.
Ein Wort zu den madeirensischen Fahrpraktiken. Obwohl die Portugiesen den Ruf haben, ein eher sanftes, ruhiges Volk zu sein - hinter dem Steuerrad ihres Wagens scheinen anarchistische Instinkte und Abenteuergeist wach zu werden! Man macht sich keinen Begriff von der grimmigen Entschlossenheit der Inselbewohner, selbst in unübersichtlichen Kurven zu überholen. Besonders beliebt ist auch dichtes Auffahren bei hoher Geschwindigkeit.

Tankstellen sind normalerweise von 7 bis 20 Uhr geöffnet. An den Zapfsäulen gibt es Super- (98 Oktan) und Normalbenzin (91 Oktan) sowie bleifreies Benzin (sem chumbo; 95 Oktan).
Die madeirensische Polizei achtet streng auf die Einhaltung der Verkehrsregeln. In geschlossenen Ortschaften sind 50 km/h erlaubt, auf Landstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 100 km/h. Wer sich mit mehr als 0,5 Promille ans Steuer setzt und erwischt wird, dem drohen hohe Geldbußen, der Entzug des Führerscheins oder gar Gefängnis.
Bei Pannen hilft der Automobilclub in Funchal.

Hier eine zufällige Auswahl weiterer Ziele:

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